
Generell zur Geologie in Südbünden 
Vom jungen Bergeller Granit im Westen bis zum Unterengadiner (geologischen) Fenster im Osten kann man, erdwissenschaftlich gesprochen, von Afrika trockenen Fusses nach Europa spazieren und dabei die schöne Landschaft geniessen. Man kann Tiefseeablagerungen betrachten, Mineralien und Fossilien finden oder Ablagerungen mit Dinosaurierspuren aus einem 300 bis 100 Millionen Jahren alten, flachen Meer betrachten.
In den Sedimenten der Engadiner Seen und im Gletschereis der höchsten Gipfel wurde die Geschichte der Täler vom vereisten Engadin vor 20 000 Jahren bis zur heutigen, von Landwirtschaft, Siedlungen, Tourismus und Klimaveränderungen geprägten Kulturlandschaft aufgezeichnet.
Besonders verbreitet sind die Zeugen verschiedener Aspekte von Eis und seiner früheren Verbreitung und «Aktivitäten»: Die Gletscher selber, vom Gletscher geschliffene Felsen, die vom Gletscherwasser eingetieften Gletschermühlen, die Gletschervorfelder mit ihren typischen Pflanzengesellschaften, der oft mythisch wirkende Permafrost mit seinen auffälligen Kriechformen, die Blockgletscher, die leicht mit echten Lavaströmen verwechselt werden können – ein echtes Freiluftlabor – ein Geoparc eben. |